Gesunde Beziehungen – Verbindung statt Bindung mit Hilfe unseres Körpers und unserem Herzraum

 

(Von Katerina Wehrfritz)

Folgende Geschichte möchte ich von HERZEN mit Ihnen teilen:

„Neulich nach einem JIN SHIN JYUTSU Seminartag kam in der abendlichen Runde das Thema Beziehungen auf, worauf sich eine spannende Diskussion in Gang setzte über glückliche und gesunde Beziehungen. Es standen schon bald folgende Worte im Raum:

Verbindung und Bindung.

Bei „Verbindung“ kam uns eine Art unsichtbare „Leitung“ in den Sinn, wie ein Weg von einem Pol zum anderen, der stets da war und begehbar.

Die Pole blieben dabei auf ihrem Platz, lediglich ETWAS – was wir Glück, Liebe, Wertschätzung nannten – floß auf diesem Weg zwischen ihnen hin und her.

Das Wort Bindung erzeugte in uns eine Art negative Grundstimmung, es fühlte sich fest, starr und eng an. Ein Teilnehmer meinte, es sähe ein Bild ähnlich eines Poles , der von einem anderen an einem Seil festgebunden, und von diesem bewegt wird.

Wenn der Gegenpol nun „schwächer“ ist, bleibt ihm nicht anderes übrig als mitgezogen zu werden oder schnellstens eine Möglichkeit zu finden, sich vom Seil zu lösen.

Dauerhaftes Ziehen und Gezogen werden macht schließlich müde, krank und grantig.  Und genau das passiert, wenn wir uns in ungesunden Beziehungen befinden.

Die Pole der Verbindung fühlten sich frei, freudig, beweglich und friedlich an. Manchmal war der eine Pol der Empfänger von Glück und Liebe, manchmal der andere – aber stets blieben auf ihrem Platz, locker verbunden durch den gemeinsamen Weg.

Wir kamen bei diesem Gespräch zu folgender Erkenntnis: Bei all unseren Beziehungen also Verbindungen, die sich gut und frei anfühlten, war es wichtig, daß jeder Pol bei sich blieb , was soviel bedeutete, daß eine gesunde Verbindung zu uns selbst an erster Stelle stand, um dann auf dem Weg die wichtigen Dinge wie Liebe, Glück und Freude hin und herschicken zu können.

„Was ist denn aber nun notwendig um solch gesunde Verbindungen zu haben und diese erste wichtige Beziehung zu sich selbst zu bekommen?“ fragte eine Frau.“Und wie schaffe ich das auch m Alltag zwischen Job, Kindern und Haushalt?“

Schnell war klar – wir brauchen Botschafter die sich bereiterklären, uns im Zeichen von Liebe und gesunder Selbstwahrnehmung schnell und effektiv auf die Sprünge zu helfen.

Unsere Botschafter:

  1. Dein Körper
  2. Deine Gedanken
  3. Das Außen, was Dir begegnet

Wir können jederzeit und in allen Situationen auf sie zählen, sie haben sozusagen nie Feierabend. Wir können mit ihnen zusammenarbeiten über die passive Wahrnehmung, oder über aktive Kontaktaufnahme, um an unseren Projekten zu arbeiten, Altes loszulassen und Neues in unser Leben zu ziehen.

Ein kleines Beispiel: Wenn ich also zwischen Einkauf und Hausaufgabenbetreuung meines 8 jährigen gerade dabei bin, in Groll und Schuldzuweisung zu versinken, kann ich Botschafter Nr. 1 – den Körper – fragen: Was fühlst Du gerade wo? Atme und fühle …woher kennst Du dieses Gefühl an dieser Stelle Deines Körpers?

Du findest heraus, daß es sich genauso anfühlt wie damals, als Du 8 Jahre alt warst und Deine Eltern Dich nie gefragt haben wie es dir geht, sondern nur über Deine schlecht erledigten Hausaufgaben gemeckert haben.

Du hättest Dir ein mitfühlendes „ Ich sehe Du bist nicht bei der Sache … was hat Dich geärgert oder traurig gemacht?“ gewünscht.

Und nun der magische Moment: Du erkennst Dein Kind hat mit Deinem Gefühl nichts zu tun, Du allein fühlst Deinen Schmerz, von damals, Dein Kind hat ihn nur ausgelöst mit seiner Handlung.

Du atmest, berührst die Körperstelle liebevoll und siehst wie wenig das Außen Schuld trägt für Die Sprache deines Körpers und Deine Gefühle.

Du hast es geschafft, Du fängst an, eine gesunde Beziehung zu Dir selbst zu bekommen, JETZT, Du bleibst bei Dir, teilst Dich mit, fühlst Deine Verletzlichkeit, wirst Du selbst und bist nun bereit den Weg zu nutzen um all Deine Gefühle zu teilen.

Durch den Kontakt mit deinem Körper können festsitzende Einstellungen verändert werden, neue Gedanken bekommen Raum.

Und auf wundersame Art und Weise eröffnen sich neue berufliche Perspektiven, der Freundeskreis ändert sich und man findet den Partner, den man sich eigentlich schon immer gewünscht hatte.

Die Botschafter leisten gute Arbeit, aber das Wichtigste: Du hast ihnen zugehört, sie nicht weggeschickt, unterdrückt oder ausgeschimpft. Du hast sie respektiert, sie eingeladen, zu erzählen, was sie zu der Sache meinen, wie ihre Friedensgespräche aussehen.

Gesunde Verbindung kann da geschehen, wo Mut Vertrauen und Wille sind, zu fühlen, zu hinterfragen, und zu verändern.

Katerina Wehrfritz, www.heilsam-beruehrt.de

2 Kommentare

  1. Hallo
    Ich bin begeistert! Das ist die wahre Kunst der Beherrschung von Achtsamkeit und dem gesundenden Verhalten infolge.

    Und das…unglaublich gut erklärt!!!

    1. Hallo!

      Vielen Dank für das schöne Feedback – es ist mir eine Freude das mit den Menschen zu teilen, was mich bewegt, antreibt, ich selbst erlebe und fühle…wir sind alle auf unserem eigenen Weg, doch sind wir miteinander – im Idealfall – verbunden, und das Teilen unserer Gefühle und Erlebnisse ist das was Menschsein doch ausmacht!

      HERZlichst
      Katerina

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.